• ERMUTIGER

    „Die Herrlichkeit des HERRN bleibe ewiglich, der HERR erfreue sich seiner Werke“

    Psalm 104, 31

    Zugegeben: Der Psalm 104 ist ganz schön lang. Und auch die sehr detaillierten Beschreibungen der Schöpfung scheinen den heutigen Erkenntnissen nicht mehr gerecht zu werden. Aber trotzdem: Wann haben Sie diesen Psalm zuletzt einmal so gebetet? Oder betend gelesen? Es kann einen nicht unberührt lassen, wenn man dieses ehrfürchtige Staunen nachempfindet und sich selbst neu zur Anbetung des Schöpfers führen lässt!

    Kein Copyright – weder vorneweg noch hintendran; sowohl der Komponist als auch der Texter wollen nicht genannt werden. Für „Eitelkeiten“ ist hier kein Platz. Nichts soll ablenken von der Genialität des EINEN. Des einzigen Namens in diesem gewaltigen, Milliarden von Lichtjahren großen Universums. Den auch keiner auszusprechen vermag.

    Man weiß es schlichtweg nicht. Wie sind diese vier hebräischen Buchstaben – JHWH in unsrer Sprache – richtig auszusprechen? Die jüdische Tradition umgeht dies weise. Man spricht an der Stelle immer von „dem Ewigen“ oder von „Adonai“, was schlichtweg: HERR bedeutet.

    Neun mal wird JHWH in diesem Psalm genannt – in der jüdischen Bibel (dem ersten Testament / „Altes Testament“) insgesamt über 8.000 mal. Dieser eine, einzigartige, unverwechselbare, herrliche, heilige, unsterbliche, darum ewige Gott, der sich Mose mit Namen vorgestellt hat – und der uns als Vater unsres HERRN und Retters Jesus begegnen will; ER allein ist zu loben.

    Die ganze Schöpfung atmet seine Gegenwart. Die starken Äste der Bäume, die sich im Wind wiegen - das mächtige Brausen der Meereswellen – das bedrohliche „Asche-Husten“ eines Vulkans – der Balztanz eines Vögleins und das Wimmeln der Bakterien unter dem Elektronenmikroskop: Jede Bewegung auf unserem Planeten hat nur einen tieferen Grund: Das Lob des Schöpfers! „Alles, was atmet, lobe den HERRN!“ (Ps. 150,6)

    Das absolut unzeitgemäße Gerede vom „Schöpfer“ stört Sie? Die moderne Wissenschaft, die doch „bewiesen“ hat, dass das ganze Universum aus einem „Urknall“ hervorgegangen ist, wiederlegt doch das „sentimentale“ Loben eines Gottes?

    Auch die Entstehung der „Zeit“ hat doch der jüngst verstorbene, weltbekannte Wissenschaftler Steven Hawkins auch ohne Gott bestens erklärt … Na, wenn schon – selbst wenn das stimmen würde (was nicht stimmt!!) – was soll’s? Die Bibel sagt, dass die „(Ehr-)Furcht vor Gott“ der Anfang der Erkenntnis und der Weisheit ist.

    Und: „In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.“ (Kol. 2,3)  Diese selbe Bibel stellt übrigens auch eine erschreckende Diagnose: In der Verweigerung des Dankes an den Schöpfer manifestiert sich die Ur-Sünde des Menschen. Im Gegenzug nimmt Gott die Entscheidung des Menschen „nur“ ernst – er respektiert sie – mit fatalen Folgen.

    Nachzulesen in Rom. 1,18-32. Nun   k a n n   der Mensch Gott und die Genialität seiner Schöpfung gar nicht mehr erkennen … Und er ist „verflucht“ und dazu „verdammt“, sich und seine Existenz auf anderen Wegen zu erklären. Woher komme ich? Wohin geht die (Lebens-)Reise? Wozu lebe ich?  „Der natürliche Mensch kann es nicht verstehen.“ (1.Kor. 2,14)

    Grau ist alle Theorie – aber ohne geht es auch nicht … (Daher die „Evolutions-THEORIE“)  „Einige Wissenschaftler hatten sich zusammengefunden. Sie waren inzwischen so weit, dass sie eine „friedliche“ Einigung mit Gott suchten: „Wir brauchen dich nicht mehr. Wir haben die Prinzipien der Schöpfung nun so sehr ausgeforscht: Wir können genauso wie du alles erschaffen!

    Wir fordern dich heraus zu einem fairen Wettstreit. Dem Sieger soll die Welt fortan gehören“

    „O.K.“ sprach Gott, dann legt mal los!“ Die Wissenschaftler bauten eine enorme Apparatur auf, legten alle Instrumente bereit und alle Materialien.

    Jetzt wollten sie gerade loslegen: Sie nahmen den Staub der Erde

    … „Halt, halt,“ sprach Gott, „es soll ja fair sein. Nehmt bitte euren eigenen Staub … – der da ist ja auch schon von mir geschaffen worden!“

    Ich glaube an den EINEN, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darinnen ist geschaffen hat. Ich kann diesen Psalm beten und staunen.

    Ich kann die Botschaft begreifen: Wir sind geschaffen zum „Lobpreis seiner Herrlichkeit!“ (3 x in Eph.1,3-14): 

    „Der HERR erfreue sich SEINER Werke“ denn „Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen!“ (Eph. 2,10)  

    Halleluja!

    In diesem Sinne, ein reich gesegnetes Erntedankfest 2018.

    Bernd Niemeier

  • ERmutigER

    „Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist…“   (Eph. 6,18)

    „Betet ohne Unterlass“ – es gibt mehrere Möglichkeiten, diesen Ausspruch (miss-) zu verstehen. Immer wieder begegnen mir Menschen, die diesem „Ideal“ hinterherjagen ohne es je zu „schaffen“. Will Gott uns deprimieren und entmutigen? Sollen wir alle unser Leben radikal verändern und ins Kloster gehen?

    Übrigens hat man auch da gemerkt, dass der Garten unbearbeitet bleibt und die Wäscheberge nur still weiterwachsen, wenn man „nur“ betet. Also: Beten „und“ Arbe(i)ten! Bleibt es also nur ein frommer (unerfüllbarer) Wunsch – eine von scheinbar vielen biblischen Anordnungen, die nicht zu leisten sind? „Betet ohne Unterlass“. (1. Thess. 5,17)  

    Vielleicht ist einfach nur die „innere Haltung des Herzens“ gemeint - ein „betendes Herz“ sich zu bewahren? Oder in einem ständigen „inneren Zwiegespräch“ mit Gott zu leben? Selbst das kann auf Dauer sehr anstrengend sein! Obwohl ich meine, dem Wesen des biblischen Wortes aus dem 1. Thessalonicher Brief hiermit schon recht nahe zu kommen.

    „Beten heißt ja, in einer geschenkten Beziehung zu leben“ (Paul Imhof)

    Also auch: Dranbleiben. Dem Gespräch mit Gott Raum und Zeiträume geben. Die innere Sensibilität bewahren, mit dem durch den Heiligen Geist unsichtbar gegenwärtigen auferstandenen Herrn Jesus Christus zu sprechen und mit ihm zu rechnen. Damit kommen wir der Anweisung des Apostels im Epheserbrief, wie er oben abgedruckt ist, auf die Spur. Dieses Beten zu „jeder Zeit“ meint eben auch nicht, ständig mit einem gesenktem Kopf, gefalteten Händen und geschlossenen Augen herum zu laufen. Vielmehr ist der Zeitbegriff interessant, den Paulus verwendet. Die griechische Sprache des Neuen Testaments kennt zwei unterschiedliche „Zeiten“. „Chronos“ ist der (messbare) Zeitraum, eine Zeitspanne.

    Wir kennen den „Chronometer“ (= Uhr) und die „Chronologie“ (=unsere Geschichtsschreibung).

    Das Wort, welches der Apostel verwendet ist jedoch „kairos“. Dieser Begriff jedoch meint den „von Gott (fest-)gesetzten Zeitpunkt“. „Als die Zeit („kairos“) erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn …“ (Gal. 4,4)

    So auch hier: Zum Gebet geeignet ist jeder von Gott gesetzte Zeitpunkt. Das hindert nicht unsere Möglichkeit, Gott durch Gebet in all unsere Alltagssituationen mit einzubeziehen. Meint aber auch eine innere Haltung der hörenden Abhängigkeit zu Gott hin, um seine Impulse wahrzunehmen.

    Wir werden an jemanden erinnert – Gottes Geist ermutigt uns zu einem stillen Gebet; wir schauen die Nachrichten im Fernsehen – uns wird bei einer Meldung auf einmal bewusst: dafür könntest du eigentlich beten; eine Bekannte ruft an und erzählt eine persönliche Not – wir haben den „Eindruck“: lass uns doch dafür beten.

    Alles „normale“ Situationen, wie sie sich täglich unzählbare Male ereignen… durch den Heiligen Geist werden sie auf einmal zum „kairos“, zum „von Gott gesetzten Zeitpunkt“ des Gebets. Und es bleibt unverfügbar.

    Einmal berührt uns eine Situation nicht – das ist o.k., denn das Heil der Welt ruht nicht auf unseren Schultern – und einmal ist der Impuls von Gott da.

    Dann bete!

    Das ist der „Kairos“. Jetzt kann sich „Beten und Flehen im Geist“ ereignen. Gebet in seiner ganzen Vielfalt: Danken, Loben, Klagen, Anbetung, Bitte, Fürbitte, Segnen, Beten im Geist … „Beten im Geist ist in der Bibel übrigens oft ein Fachausdruck für das „Sprachen- oder Zungengebet“, also ein Beten in einer für den Betenden unbekannten Sprache (des Geistes) – eine Sprache, die der Beter nicht gelernt hat, aber als Gnadengabe des Gebets gebrauchen kann, um mit Gott zu sprechen. Sozusagen „von Herz zu Herz“, unter Umgehung des Verstandes.

    Paulus spricht auch von dem „unverständlichen Seufzen“ (Röm. 8,26-27). Manches können wir einfach nicht „in Worte fassen“. Und so wie es dem einen dann hilft, auf vorformulierte Gebete – etwa die Psalmen der Bibel, Liedtexte oder andere geistliche Texte – zurückzugreifen, so kann z.B. derjenige, dem die Gabe des Sprachengebets geschenkt ist, auf diese Weise beten. Der Apostel hat diese Art des Betens übrigens sehr zu schätzen gewusst (vgl. 1. Kor. 14, 5 + 15), stellt es aber in den gesamten Zusammenhang des persönlichen Gebets. So wird es nicht überbetont oder gar als einzige „richtige“ Art des Betens herausgestellt. Ein jeder bete, wie es ihm "ums Herz ist." Wichtig ist der „kairos“ und das persönliche Geführt-werden darin durch den Heiligen Geist. So haben wir Teil an Gottes heilsamen Wirken in dieser Welt. So wird das „jederzeit“ zu einem spannenden Unterwegs- sein mit Gott. Im Hören auf seine „Zeitpunkte“ erfahren wir SEINE Wertschätzung, SEINEN Willen, uns zu gebrauchen und uns zu einem Teil seiner heilvollen Absichten zu machen, die ER in unserem Leben, unserer Familie, unserer Gemeinde, unserer Stadt, unserem Land und mit dieser ganzen Welt hat. Lassen wir uns ermutigen zu Betern und Beterinnen zu werden, „jederzeit mit Bitten und Flehen im Geist“ – ich träume davon, so ähnlich wie es Paul Beasly Murray in Worte gefasst hat.

    Ich träume von einer betenden Gemeinde

    wo man das Beten als besonderes Geschenk

    und nicht als Pflicht sieht

    wo man erwartet, dass Gott unsere Gebete erhört

    wo Männer und Frauen zusammen beten

    wo Familien zusammen beten

    wo man in kleinen Gruppen zusammenkommt,

    um die Ausbreitung des Reiches Gottes

    im Gebet voran zu bringen

    wo die Mitglieder für- und miteinander beten

    wo die Leiter oft zusammen beten

    wo man für die Gottesdienste betet

    wo man die Sorgen der Welt nicht vergisst.

    (Paul Beasley-Murray)

    Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen von Herzen Gottes Segen und viel Freude beim Entdecken: Gott ist nie weiter entfernt als ein Gebet!

    Pastor Bernd Niemeier

  • ERmutigER

    Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

    Offenbarung 21,6

    „Suche Frieden und jage ihm nach!“

    Psalm 34,15

    Und schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Ein ereignisreiches Jahr. Haben sich unsre Träume erfüllt? Was für Veränderungen haben uns erfreut? Was hat uns schockiert? Welche Herausforderungen haben wir „gemeistert“? Was bleibt? Sind wir den „Ruf zur Quelle“, mit dem uns die Jahreslosung 2018 eingeladen hat, nachgekommen?

    „Die menschliche Liebe ist ein Tropfen – die Liebe Gottes ein Ozean!“ Aber es reicht nicht, am Ufer der Liebe Gottes zu stehen.

    Wir müssen uns beugen – herabneigen – das Wasser schöpfen und trinken.

    Nur so wird die Quelle des lebendigen Wassers auch in uns zu einem Strom der Liebe Gottes, die uns selbst und viele andere erquickt und Leben spendet.

    Jesus sagt: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift es sagt, von dessen Leib werden fließen Ströme lebendigen Wassers!“

    (Joh. 7,38)

    Dieses lebenspendende Wasser ist bitternötig in einer immer rascher vergehenden Welt(ordnung). Die Hoffnungslosigkeit und Resignation nimmt in vielerlei Hinsicht rapide zu. Gesucht werden Menschen der Hoffnung. Menschen, die eine Vision haben für sich und ihre Mitmenschen, für ihr Umfeld in Familie, Arbeitsplatz – in den großen und kleinen, alltäglichen Herausforderungen. Leben gestalten, wie Gott es gedacht hat. Dazu sind wir als Christen berufen. Wenn nicht wir, wer dann? Wer sonst kann aus der unerschöpflichen Quelle eines unendlichen und großzügigen Gottes schöpfen, wenn nicht wir, die wir den Schöpfer des Universums „Vater“ nennen dürfen?

    Darum fordert uns auch die Jahreslosung für 2019 auf: „Sucht Frieden und jagt ihm nach!“ (Ps.34,15) Geben wir uns nicht mit „Halbherzigem“ zufrieden. Es geht um den SCHALOM, der Gottes Willen entspricht: „Wohlergehen, Ganz-sein, Heil-sein, Glück, Zufriedenheit“ letztlich: ein umfassendes Gelingen menschlichen Lebens. Ja: „Gott will, dass DEIN Leben gelingt!“ SEIN Ziel für DICH ist: ewiges Leben. Ein Leben in Frieden und Wohlergehen, dass hier und jetzt beginnt und in Ewigkeit nicht aufhört. Weil: Ungetrübte, heilige Gemeinschaft mit Gott durch seinen Sohn, unseren Messias und Erlöser, Jesus Christus!

    Darum haben wir als Motto für unser Jubiläumsjahr – die EFG Bockum-Hövel wird im kommenden Jahr 100 ! – den Psalm 100 gewählt. Und daraus den Vers 2: „Dienet dem HERRN mit Freuden!“ Von der Quelle kommend suchen wir den Frieden Gottes für alle Menschen und mit allen Menschen. Darin dienen wir dem EWIGEN, dem HERRN mit Freuden. Nehmen wir die Weihnachtsbotschaft ernst. Mach’s wie Gott – werde Mensch!

    In diesem Sinne eine reich gesegnete, besinnliche Advents- und Weihnachtszeit und ein gnadenreiches, mit Gottes gutem Segen reich gefülltes Jubiläumsjahr 2019.

    Pastor Bernd Niemerer

  • ERmutigER

    Psalm 100, 1-2a                                        

    „Jauchzet dem Ewigen alle Welt

    Dienet dem Ewigen mit Freuden“

    Der 100. Psalm wird uns durch das Jahr 2019 begleiten. Anlass: Die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde Bockum-Hövel gibt es seit 1919 – also bereits 100 Jahre. Begonnen hatte es bereits 1909 mit einer „Sonntag-Schul-Arbeit“. Aus diesem Liebesdienst an den Kindern der in Bockum und Hövel ansässigen Arbeiterfamilien, gingen dann die ersten Hausversammlungen und schließlich die Gemeindegründungsarbeit hervor.

    Wir haben den 2. Vers aus Psalm 100 zum Jubiläumsmotto erwählt: „Dienet dem HERRN mit Freuden“, weil das die Männer und Frauen Gottes bewegt und ermutigt hat, diese Gemeinde zu gründen und durch ein ganzes Jahrhundert mit Gaben und Mitarbeit zu unterstützen, um so zum Bau des „Reiches Gottes“ in Hamm beizutragen. Aber uns ist das ganze Gotteslob des Psalms wichtig, weil es ein Jahr des DANKES und LOBES Gottes sein soll und uns der Charakter biblischer Anbetung gerade in diesem Gebet der Bibel so wunderschön vor Augen geführt wird. 12 Aussagen und Aufforderungen – für jeden Monat eine. Das passt! Und auch für das zweite Jahr unsres gemeinsamen Bibelleseprojekts „Mit B!bel pur auf Gottes Spur“, wo es besonders um die prophetischen Texte der Heiligen Schrift geht, ist es mehr als angemessen!

    Der Psalm beginnt mit einer Aufforderung – einer Einladung: „Jauchzet dem EWIGEN alle Welt!“ Stimmt mit ein in das Lob Gottes! Werdet Teil seines Lobpreises in dieser Welt! Denn das ist EURE Berufung. Dazu seid IHR erschaffen worden. Das ist das Ziel unsrer Existenz. Unser Leben ist ein Lobpreis des Schöpfers! So wie das Brummen der Käfer, das Gezwitscher der Vögel und der Gesang der Wale nur eine tiefere Bestimmung kennt – ja sogar das Rauschen der Blätter im Wind und das „Lied der Sterne“ (Wusstet Ihr, dass die Astrophysiker für uns unhörbare Geräusche des Weltalls gefunden haben?) – alles gilt dem Lob des EINEN, EWIGEN, dem „ADONAI“, dem HERRN, der sich uns durch seinen Sohn JESUS, dem Christus geoffenbart hat: „Das Wort wurde Fleisch und wir sahen seine Herrlichkeit …“ (Joh. 1,14)

    Nun werden wir aufgefordert, unsere Berufung zu leben, denn wir sind „geschaffen vor Grundlegung der Welt … zum Lobpreis seiner Herrlichkeit“ (Eph. 1,4.6) Durch die „neue Geburt“ und unser Leben „in Christus“ ist uns dieser Segen der neuen Existenz zuteil geworden. Gemeinsam stehen wir vor IHM, dem Schöpfer des Himmels und der Erden, und erheben seinen ewig heiligen Namen.

    Wie tun wir das? Etwa so, wie es in vielen witzigen und aberwitzigen Vorstellungen beschrieben wird? Auf Wolke 7 mit einer Harfe? Wie langweilig … Nein, dieser Lobpreis Gottes, der alle Ewigkeit durchzieht, ist zutiefst Lebensstrom, lebendiges Wasser, übersprudelndes Leben, dass sich in einer begeisterten Hingabe und Nachfolge Jesu ausdrückt: „Dienet dem HERRN mit Freuden!“

    Wenn es einen gibt, dessen übersprudelnde Lebensfreude sich als „wahrer Gottesdienst“ erwiesen hat, dann ist das Jesus! In IHM zeigt sich wahres Menschsein. In IHM stellt uns Gott sein Lebenskonzept als „Söhne und Töchter Gottes“ vor. In IHM offenbart uns der EWIGE selbst sein Wesen und unsere Berufung: LIEBE leben! Denn „Gott ist Liebe“! (1.Joh. 4,16)

    Wie wäre es, mit Jesus eine unvorstellbare Menschenmenge satt und glücklich zu machen – mit 5 Broten und 2 Fischen? Oder durch das von IHM bevollmächtigte Wort dem Tsunami Einhalt zu gebieten? Oder: Kannst Du glauben, dass Du mit Jesus über das Wasser gehen wirst? Und welche Herrlichkeiten mögen sich uns noch darüber hinaus erschließen, denn wir sind berufen IN ALLE EWIGKEIT bei IHM und mit IHM zu sein und IHM zu dienen!

    Also: Fangen wir doch heute damit an! Üben wir Zukunft ein! Denn: die Herren dieser Welt gehen (und mögen sie sich heute mit noch so mächtigen Namen schmücken und die Schlagzeilen unserer Zeitungen und Blogs füllen)! Aber: Unser HERR kommt! Die Zeit ist nah! „Der HERR ist nah!“ (Phil.4,5) Und wenn das schon vor 2.000 Jahren so war, wieviel mehr wird es heute gelten – und die „Zeichen der Zeit“ sollten uns aufhorchen lassen …

    Darum: „Dienet dem HERRN mit Freuden!“ – Entdeckt Eure Gaben und lebt Eure Berufung: „Gott hat jedem von euch Gaben geschenkt, mit denen ihr einander dienen sollt. Setzt sie gut ein, damit sichtbar wird, wie vielfältig Gottes Gnade ist. Wenn jemand redet, dann rede er so, als würde Gott selbst durch ihn sprechen. Wenn sich jemand für andere einsetzt, dann setze er sich mit all der Kraft und Energie ein, die Gott ihm gibt.

    Dann wird Gott in allem durch Jesus Christus verherrlicht werden. Alle Ehre und Macht gehören für immer und ewig ihm! Amen.“ Soweit der Apostel Petrus (1.Petr. 4,10-11). Und Paulus schreibt an die kleinasiatischen Gemeinden: „Alles, was ihr tut, mit Worten oder im Werk, das tut in dem Namen unsres HERRN Jesus Christus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“ (Kol. 3,17)

    In diesem Sinne allen Leserinnen und Lesern von Herzen Gottes reichen Segen!

    Bernd Niemeier

  • Ermutiger März

    Psalm 100, 2

    „Kommt vor sein Angesicht

    mit Frohlocken“

    „Ich hab nichts anzuziehen!“ meint, bei meistens doch recht gut gefülltem Kleiderschrank: Für dieses besondere Ereignis fehlt mir das angemessene Outfit. Oft geht es um festliche Anlässe. Eine Hochzeit steht an oder ein runder Geburtstag, ein Jubiläum oder der feierliche Abschluss einer Ausbildung … eine außergewöhnliche Einladung verlangt auch „äußerlich das gewisse Etwas“.

    Wie wäre es, von Gott selbst eingeladen zu werden? Wäre das „exklusiv“ genug? Wer ist eingeladen? Wer darf kommen? Was wird erwartet? Muss man was mitbringen? Gibt es ein angemessenes „Outfit“?

    Der 100. Psalm spricht eine solche Einladung aus: „Kommt“! „Kommt mit Frohlocken“! Damit wäre übrigens die Kleiderordnung angesprochen: Es geht um eine Herzenshaltung. Sie wird von Gott angesehen wie ein Kleid. Euer Schmuck ist der Lobpreis des Herzens. Von Danksagung als Türöffner und Lobpreis zum Hindurchgehen, lesen wir in diesem Gotteslied. Auch von der „direkten Audienz vor dem Gnadenthron“ mit dem Bekenntnis: „Ja, der EWIGE ist freundlich. Von Ewigkeit zu Ewigkeit gelten seine Gunstzuwendungen und das ist es, worauf man sich unbedingt verlassen kann – was absolut gewiss ist – es hat Bestand von einer Generation zur nächsten!“ (Ps. 100,4-5) wird gesprochen. Aber im Zentrum stehen zwei göttliche Wahrheiten, über die wir nur dankbar staunen können:

    1. Wir dürfen kommen

    „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst und das Menschlein (als der Vergänglichkeit unterworfenes Geschöpf) dass du dich um ihn kümmerst?“ fragt David in Psalm 8. Das ganze Elend der menschlichen Existenz wird einem bewusst, wenn man sich mit den tagesaktuellen Ereignissen beschäftigt. Flucht, Vertreibung, Armut, Hunger, Krankheiten … Und auch das Leben der oftmals so selbstherrlichen Machthaber dieser Welt ist begrenzt: Die Putins, Trumps und Erdogans dieser Weltzeit – mögen sie noch so viele Schlagzeilen machen … ihre Zeit wird vergehen! Selbst von Cäsar und Alexander dem Großen lesen wir nur noch in den Geschichtsbüchern.

    Aber hier nun ist eine Einladung von dem HERRN aller Herren und dem KÖNIG aller Könige. Der EWIGE lädt ein. Zugang hat, wer sich demütigt! Denn „…den Demütigen schenkt Gott Gnade“. (Spr. 3,34 / Jak.4,6 / 1Petr.5,5) In „den Demütigen“ spiegelt sich das Wesen des ewigen Vaters wieder, der uns „im Sohn“ geoffenbart ist: „Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich werde euch erquicken … denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig …!“ (Mt. 11,28-30) Und wenn es dem Apostel Paulus darum geht, „…dass der Christus in uns Gestalt gewinne …“ (Gal. 4,19), dann geht es genau darum, dass wir so mit dem Christus verbunden sind, dass wir zu einer Wesenseinheit mit ihm gelangen. Dies beginnt ja mit der Wiedergeburt – durch Glaube, Umkehr und Taufe – und erfährt seine „Autorisierung“ in der gelebten Christusnachfolge (die Bibel spricht von „Heiligung“): „Daher: ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ (2.Kor. 5,17) Darum staune: Wir dürfen kommen – Du darfst kommen. Du bist wertgeachtet und gern gesehen „vor dem Thron der Gnade“ (Hebr. 4,16) Einzig und allein: Achte auf Deine Kleidung! Dein „Outfit“ ist wichtig:

    1. „Kommt … mit Frohlocken“

    Welchen Grund haben wir zum „Frohlocken“? Wir, die wir auch noch das „letzte Haar in der Suppe“ finden? Wir, die wir doch soviel zu klagen haben – wenn auch auf „sehr hohem Niveau“? Es scheint zu uns Deutschen zu gehören, dass wir immer unzufrieden sind. Immer gibt es das „Bessere“ – eben das, was wir gerade nicht haben! Darum brauchen wir „Demut“! Denn Demut heißt auch, Mut zu haben, einmal völlig von sich wegzuschauen. Uns mal nicht ständig um uns selbst zu drehen. Die gute Nachricht ist: Du bist nicht der Mittelpunkt der Welt! Das ist wirklich eine gute Nachricht! Denn so wie ein Magnet alles in eine rechte Ausrichtung bringt und damit Ordnung schafft, so ist die Einladung, „…vor Gottes Angesicht zu kommen“ (also in seine Gegenwart zu treten), der Ruf zur Umkehr, um den „Mittelpunkt“, das „Zentrum“ unserer Existenz (neu) zu entdecken. Und dann begreifen wir: „In ihm ist alles, was ich brauch‘“, so ein bekanntes Lied. Denn „er ist uns (von Gott) gemacht zur Weisheit von Gott, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung!“ (1. Kor. 1,30) Und wir sind geschaffen zum Lob Gottes und zur Freude! Dieses Lebensgefühl durchzieht den ersten Schöpfungstag, den der Mensch miterlebt: Der Schabbat – der Tag an dem Gott selbst sich an seiner Schöpfung zutiefst erfreut hat: „Es war sehr gut!“ (1.Mose 1,31).   Der Mensch, geschaffen zum „Lobpreis seiner Herrlichkeit“ (Eph. 1,6.12.14) und um teilzuhaben an der Freude Gottes!

    Wusstest Du, dass die „Freude Gottes“ Dir als Ort des Schutzes und der Zuflucht dient? Und dass Gott sich mit festlicher Feierfreude an Dir und über Dich freut? Nachzulesen in Neh. 8,10 und Zeph. 3,17: „Seid nicht betrübt, sondern die Freude Gottes ist Euch Zuflucht – sie ist Eure Stärke!“ und „Der EWIGE, dein Gott, ist in deiner Mitte (er lebt durch Jesus „in dir!“) ein siegreicher Held, er freut sich über dich mit Jauchzen … er jubelt über dich wie an einem festlichen Tag!“

    Darum „Kommt in seine Gegenwart mit Frohlocken“ – habt teil an Gottes Freude und vielleicht sieht das ein oder andere, was Dein Leben schwer macht, danach ja ganz anders aus! Schließlich sind wir berufen zum kindlichen Staunen über den „Vater-Gott“ und zur „Freundschaft mit Jesus“, dem Sohn Gottes und zur Gemeinschaft, ja Partnerschaft mit dem Heiligen Geist! Wenn das kein Grund zur Freude ist und um Gottes Einladung anzunehmen … Und „zu IHM zu kommen“, verändert das Leben von Grund auf – auch heute noch …

    Bernd Niemeier

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.